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Weihnachten und ein Unfall mit der Swiss Crystal



Weihnachten und ein Unfall mit der Swiss Crystal
Mein Name ist Elisa und ich habe zusammen mit meinem Mann Heinz eine fünftägige Weihnachtskreuzfahrt auf der Swiss Crystal gebucht. Diesmal wollten wir Weihnachten ganz ohne Stress auf einer Flusskreuzfahrt auf dem Rhein feiern.

Weihnachten und ein Unfall mit der Swiss Crystal - unsere Themen


  1. Unser Schiff die Swiss Crystal
  2. Der Unfall

Mein Name ist Elisa und ich habe zusammen mit meinem Mann Heinz eine fünftägige Weihnachtskreuzfahrt auf der Swiss Crystal gebucht. Diesmal wollten wir Weihnachten ganz ohne Stress auf einer Flusskreuzfahrt auf dem Rhein feiern. Unsere Reise begann am 22.12.2017 in Arnhem und sollte uns über die Weihnachtstage vorbei an Düsseldorf und Köln bis nach Koblenz und Mainz und wieder zurück führen.

Unser Schiff die Swiss Crystal


Wir hatten eine der Doppelkabinen auf dem günstigeren Smaragd Deck gebucht. Auch wenn die Kabinen natürlich nicht riesig sind, so waren wir doch sehr zufrieden. Alles war sauber und durch die praktische Anordnung und die großen Panoramafenster haben wir uns sehr wohl gefühlt. Das fantastische Essen angefangen vom Frühstücksbuffet, über das Mittagessen bis hin zum Abendbrot und das weihnachtliche Programm an Bord haben uns unheimlich gut gefallen. Auch wenn das Schiff fast ausgebucht war, hat sich der Service sehr gut um uns gekümmert, so dass es uns an nichts fehlte. Wir konnten Weihnachten in vollen Zügen genießen und hatten auch schnell Anschluss zu anderen Paaren gefunden.

Der Unfall


Leider kam unsere Weihnachtsstimmung jedoch am zweiten Weihnachtsfeiertag zu einem abrupten Ende. Es war der letzte Abend unserer Reise. Wir saßen wir noch in gemütlicher Runde bei einem Gläschen Wein mit einem der anderen Paare im Restaurant. Völlig aus dem Nichts kam es urplötzlich zu einem heftigen Ruck und ich hörte einen dumpfen Knall. Mein Mann wurde ohne Vorwarnung von seinem Stuhl gerissen und viel zu Boden. Ich selbst wurde mit viel Kraft von meinem Stuhl gegen den schweren Tisch gedrückt. Auch unsere Freunde, andere Gäste und einige der Crew stürzten, manche verletzten sich sogar.
Zum Glück blieben wir, abgesehen von ein paar blauen Flecken unverletzt. Dennoch bekam ich plötzlich schreckliche Angst, weil ich nicht wusste was passiert war. Nach einer, für mich, gefühlten Ewigkeit wurde uns gesagt, dass unser Schiff einen leichten Zusammenprall hatte und dass für uns keinerlei Gefahr bestünde. Ein mulmiges Gefühl blieb bei mir aber ehrlicher weise dennoch. Zum Glück waren wir nicht alleine sondern wurden gut betreut.
Es dauerte nicht all zulange, bis Feuerwehr und Rettungsärzte auf unser Schiff kamen. Zuerst wurden natürlich die Verletzten auf dem Schiff versorgt und in Krankenwagen verteilt. Wir anderen wurden mit Rettungsdecken versorgt und in Ruhe von der Feuerwehr von unserem Schiff auf ein anderes gebracht. Es war spät, dunkel, feucht und auch die Decken halfen nur begrenzt gegen die Kälte. Da auf dem anderen Schiff der Emily Brontë natürlich nicht genug Platz für alle Gäste von unserem Schiff war, mussten wir weiter warten. Ich kann nicht mehr genau sagen, wann wir endlich völlig erschöpft und immer noch unter Schock in unseren Zimmern waren.
Erst als ich in den Nachrichten Bilder von unseren Kreuzfahrtschiff gesehen hatte, wie es gegen den Brückenpfeiler der Autobahnbrücke bei Duisburg gefahren war, verstand ich so richtig was passiert war. Auch wenn eh am Mittwoch von Bord gegangen wären, so hätte ich gern auf dieses Ende verzichtet. Zum Glück gehörten wir nicht zu den Verletzten. Dennoch hatte ich auch noch einige Tage danach mit einer Erkältung und Albträumen zu kämpfen.
Dies war zwar nicht unsere erste Flusskreuzfahrt, wird aber, so denke ich, für eine lange Zeit die letzte gewesen sein.